Therapeutisches Malen

Zwei Ansätze im Bereich des kreativen Ausdrucks

Therapeutisches Malen:

Beim therapeutischen Malen wird die Kunst des Malens als therapeutisches Werkzeug genutzt und steht mit der Farbauswahl ganz im Mittelpunkt. Durch jahrzehntelange Unterrichtserfahrung in Malen und Zeichnen mit verschiedenen Altersgruppen bringe ich einen grossen Erfahrungsschatz im Umgang mit diesen Themen und Malmedien mit. Die Farbtherapie wirkt heilsam und fördernd, in dem die Farbauswahl einen ersten Richtungsweg aufzeigen kann. Die Gouachefarben werden im Gespräch durch den Klienten ausgewählt.

Durch Kennenlernen des Malmediums entstehen erste Bilder des Klienten, die ihn bei der Entfaltung und Verarbeitung seiner Gedanken und Emotionen unterstützen.  Diese Bilder werden bei Bedarf immer wieder besprochen, bearbeitet, übermalt oder ergänzt, bis das Thema kreativ verarbeitet wurde. Es wird sich auf die Begleitung und Verarbeitung von emotionalen Themen konzentriert.

Ziel des therapeutischen Malens ist es, psychologische, emotionale oder soziale Probleme zu erkunden, zu verstehen und zu lösen. Die Kunst und die Farben dienen dabei als Ausdrucksmittel für Gefühle, die verbal oft im Verborgenen bleiben.

Prozessmalen:

Das Prozessmalen oder auch Ausdrucksmalen betont den kreativen Prozess selbst, weniger das Endergebnis. Es ist eher ein Ansatz, der die freie künstlerische Entfaltung und Selbsterkundung betont.

Im Prozessmalen steht die persönliche Erfahrung im Mittelpunkt. Die Betonung liegt darauf, wie der Akt des Malens und die dabei erlebten Prozesse zur persönlichen Entwicklung beitragen können.

Es gibt weniger Strukturierung und Anleitung seitens des Therapeuten. Die Person malt oft ohne klare Vorgaben und erkundet spontan ihre Kreativität. Die Bildanalyse, Bildinterpretation oder Reflexion des entstandenen Bildes kann im Anschluss erfolgen.

Die verwendeten Farben und Bedeutung werden in Kombination nach dem Malen genauer betrachtet und zeigen oft einen ersten Weg in die Thematik des Klienten auf.